>
Warum Prosa?
>
Raja Alem
  Das Halsband der Tauben
> Alaa al-Aswani
  Der Jakubijan-Bau
>

Abdalhakim Kassem

Die sieben Tage des Menschen

> Sonallah Ibrahim
  Der Prüfungsausschuss
> Gamal al-Ghitani
  Seini Barakat - Diener des Sultans, Freund des Volkes
> Edwar al-Charrat
  Die Steine des Bobello
>
Ibrahim al-Koni
  Die Magier
>
Sakarija Tamer
  Die Hinrichtung des Todes
>
Sahar Khalifa
  Der Feigenkaktus
Liste der Übersetzungen (PDF)

   
_______________________________________________________________übersetztes_____________________
     
Raja Alem- -Das Halsband der Tauben
Roman [Tauq al-hamâm] (Zürich, 2013)

Ein Buch wie eine Mine. Wie zwei Minen, eine Goldmine und eine Tretmine. Ein Roman, der tief in die islamisch-arabische Welt vordringt, der die gesamten über vierzehn islamischen Jahrhunderte abschreitet, Personen evoziert und Geschriebenes zitiert, aber auch noch auf ältere Traditionen, auf weniger gut belegte Überlieferung und die Mythologie zurückgreift und dazuhin mit beissender Schärfe neue, heutige Ereignisse und Entwicklungen geisselt. Gleichzeitig ein Roman, der gerade wegen seiner Weite und wegen seines Umgangs mit Vergangenem und Gegenwärtigem in seinem Herkunftsland, Saudi-Arabien, anstössig ist für die herrschende Lehre, die verordnete Moral und das erwartete Denken.
Das Halsband der Tauben ist ein Roman aus und über Mekka, eine Liebeserklärung an und eine Elegie auf die Stadt, die Heimatstadt der Autorin, die darin viel Gegensätzliches findet, dicht nebeneinander: Aufrichtigkeit und Verlogenheit, Reichtum und Armut, Schönheit und Hässlichkeit, das Geflüster der Vergangenheit und das Hereinbrechen der Zukunft.

Mekka ist die Geburtsstadt und langjährige Wirkungsstätte des Propheten Muhammad, der dort um das Jahr 570 n.Chr. das Licht der Welt erblickte und seine Spuren hinterliess. In der Umgebung der Stadt wurde ihm der Koran offenbart, und er hat das schon alte Heiligtum, die Kaaba, zu einem islamischen gemacht, zum Zentrum ritueller Orientierung für heute gegen anderthalb Milliarden Muslime auf der Welt, die sich beim Gebet, sofern sie es verrichten, dorthin orientieren.
Ein Ort, schwer mit religiösen Mythen: Adam, der erste Prophet, er, vor dem die Engel sich verneigten, ist teilweise aus dem Staub der Kaaba geschaffen und gemeinsam mit seiner Frau Eva und einem seiner Söhne, dem nach Abels Tod geborenen Seth, bei Mekka begraben. Abraham, der „Freund Gottes“ und eigentlicher Begründer des Monotheismus, den Gott mit dem Befehl, seinen Sohn Ismail zu opfern, prüfen wollte, wirkte in Mekka. Mit diesem Sohn habe er auch, auf einem Fundament von Edelsteinen aus dem Paradies, die Kaaba errichtet. Und der Schauder, den der Heilige Bezirk bei Gläubigen erzeugt, zieht sich als eine Konstante durch historische Berichte und durch den Roman von Raja Alem.


                                            (aus dem Nachwort des Übersetzers der Paperback-Ausgabe)  

Leseprobe (PDF)

Alem Titelseite
 
 
____________________________________________________________________________________________________
© by pe_meyer 2005-2016
[biografisches] --[übersetztes]-- [laufendes] [ [selbstverfasstes] - [kurse] - [links]- -[kontakt]-- [home]